Mit BALU zur Gemüsegärtnerei Stöcken

Frisches Gemüse direkt vom Feld, abgeholt mit dem Lastenrad. Wie der Einkauf zu einer herrlich ruhigen Auszeit im Grünen werden kann, das zeigen wir dir in diese Artikel. Wir schnappten uns BALU und radelten mit ihm zur Gemüsegärtnerei Stöcken etwas außerhalb von Halver.

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Die Sonne strahlt, der Einkauf steht an – Jippie: Zeit für eine Einkaufstour mit BALU! Doch BALU und ich fahren nicht einfach zum Supermarkt. Unser Ziel ist ein ganz Besonderes. Wir radeln ein wenig raus aus Halver. Über wunderbar einsame Landstraßen führt uns unsere Route Richtung Schwenke, genauer gesagt in die Hofschaft Stöcken. Hier stehen nur wenige Häuser – rundherum ist es wunderbar grün. Inmitten deser Idylle befindet sich unser Ziel: Die Gemüsegärtnerei Stöcken von Lisa Escher und Gesa Brandt.

Zur Gemüsegärtnerei Stöcken
So macht Einkaufen Spaß!

Ich folge der kleinen Hinweis-Tafel und biege links vor einer Hecke ab. Vorbei an einem Bienenstock und einigen Sträuchern erreiche ich ein großes Tomatenhaus, aus dem gerade Gesa herauskommt und mich begrüßt. Lisa kommt ebenfalls dazu und schon sind wir mitten drin im Gespräch über das Projekt der beiden Frauen, das seit diesem Jahr die Region bereichtert. „Letzten Herbst begann die Planung, in diesem Jahr wurde alles angelegt“, erzählt mir Gesa und fügt hinzu: „Alles ist also noch ganz frisch“. Die Idee zur Gemüsegärtnerei entstand durch die schon vorher vorhandene Leidenschaft der beiden, in ihren privaten Gärten Gemüse anzupflanzen. Gesa und Lisa sind schon länger befreundet und lebten gemeinsam ihre grünen Daumen aus. Als Lisa und ihr Mann dann den Hof in Stöcken übernahmen, kam schnell die Frage auf, was mit der ganzen Grünfläche passieren sollte. Die Antwort darauf? Die kann ich mir heute genau anschauen!

Die Gemüsegärtnerei Stücken von Lisa Escher und Gesa Brandt
Tomatenhaus & Co.: Das Reich von Lisa Escher (links) und Gesa Brandt (rechts)

Mit der Erfahrung von ein wenig privater Gemüsegärtnerei stürzten sich die beiden Halveranerinnen also in ihr Abennteuer. Dabei war längst nicht klar, dass ihr Plan aufgeht. Schließlich sind sie beide nicht vom Fach: „Gesa ist Physiotherapeutin, ich bin Schneiderin“, erzählt mir Lisa. „Das hat beides rein gar nichts mit Gärtnern zu tun. Also mussten wir uns so einiges aneignen“. Und aus Fehlern lernen. Potenzial für kleine Missgeschicke bietet der Garten jede Menge, zumal die beiden konsequent auf den Einsatz von Planzenschutzmitteln verzichten: Auch, wenn es nicht draufsteht, in der Gemüsegärtnerei Stöcken wird konsequent „Bio“ gewirtschaftet.

Viele Leute kommen und sagen; ‚Wir kochen, was es gerade zum Ernten gibt.‘ Saisonaler und regionaler geht es nicht – und mehr Bio auch nicht.

Lisa Escher

„Wir wollten das Land sinnvoll nutzen und zwar nicht mit Monokulturen, sondern mit Artenfielfalt und ökologischem Gemüseanbau“, erzählt mir Lisa. Und dabei kann so einiges schiefgehen, wie Gesa weiter ausführt: „Zum Beispiel kamen die Erdflöhe. Die hatten wir irgendwie nicht auf dem Schirm, weil wir bisher nur mit Hochbeeten gearbeitet hatten. Dann kamen die Schnecken, die Läuse… und so mussten wir immer wieder gucken, wie man die ungebetenen Gäste wieder los wird.“ Da Chemie den beiden nicht in die Tüte kommt, mussten sie andere Wege finden: „Schnecken sammeln wir zum Beispiel ab. Gegen Erdflöhe hilft Mulch. Gegen die Läuse kommt ein Knoblauchsud zum Einsatz.“ Nach und nach eigneten die beiden sich das Wissen an, mit dem man auch ohne Gift klarkommt.

Bio Gemüse
Frisch vom Feld und komplett ohne Chemie: So sieht wirklich gesundes Gemüse aus. Einfach lecker!

Lisa und Gesa sind sozusagen Self-Made-Farmer. Lisa: „Ich habe in meinem Leben festgestellt, dass ich gut klarkomme, wenn ich Sachen selber ausprobiere. Natürlich macht man Fehler, aber es wird immer besser. Wir haben bestimmt vier DIN A4 Seiten, gefüllt mit Verbesserungsideen fürs nächste Jahr. Beispiel Läuse: Die sitzen halt unter den Blättern, wir haben sie nicht gesehen. Und haben uns gewundert, warum die Blätter alle krumpelig wurden. Jetzt wissen wir es besser und kontrollieren direkt rechtzeitig.“ Rund 20 Stunden in der Woche ackern Lisa und Gesa in ihrem schönen Garten. „Es ist sozusagen ein gut ausgefüllter Halbtagsjob – den Rest der Zeit sind wir beide Mama“. Und wenn sie nicht gerade recherchieren wie man Flöhe und Läuse loswird, pflanzen, zupfen und pflegen die beiden ihre grünen, gelben oder roten Schützlinge. Auf rund 2.000 Quadratmetern wachsen Gurken, Chilis, Sellerie, Bohnen, Zwiebeln, Porree, Wirsing, Lauch, Kohlrabi, Weißkohl, Knoblauch, Kräuter. Kürbisse und Vieles mehr. „Im Prinzip einmal quer durch die ganze Küche“.

BALU das freie Lastenrad für Halver
Martin freut sich über seinen frischen Einkauf in der Gemüsegärtnerei Stöcken.

Wenn die beiden Frauen nicht den Garten beackern, kümmern sie sich um ihre Kund*innen. Heute, am Mittwoch, packt Lisa zum Beispiel Kisten mit vorbestelltem Gemüse. Donnerstags und freitags ist immer offener Verkauf. „An diesen Tagen kommen wir im Garten zu nicht viel, denn wir wollen uns für jeden einzelnen Kunden Zeit nehmen“, erklärt mir Lisa. „An diesen verkaufsoffenen Tagen kommen also die Kund*innen, können sich einen Kaffee gönnen, ein bisschen klönen und dann durchs Beet gehen und sagen: ‚Den Kohl da hätte ich gerne oder diese Zucchini.‘ Dann wird es frisch abgeschnitten.“ Immer zu Wochenbeginn schicken Lisa und Gesa den Mitgliedern ihrer Whatsapp Gruppe eine Liste der Gemüsesorten, die gerade geerntet werden können. So können sich alle daheim schon darauf einstellen, was es in dieser Woche gibt. Dieses Prinzip funktioniert bestens, freut sich Gesa: „Viele Leute kommen und sagen; ‚Wir kochen, was es gerade zum Ernten gibt.‘ Saisonaler und regionaler geht es nicht. Und mehr Bio auch nicht, obwohl es nicht draufsteht.“

Tour mit BALU
Über kleine Landstraßen mitten durch die Maisfelder geht’s zurück nach Halver…

Ich fühle mich jedenfalls hier in der Gemüsegärtnerei pudelwohl! Und deshalb „teste“ ich gleich mal das Angebot, schließlich mag es BALU gar nicht, wenn wir ohne Ladung nach Hause fahren. Lisa schnappt sich eine Scheere und wir stapfen los. Ein paar Tomaten, diese interessanten violetten Bohnen, ein paar Gurken, Zucchini und eine Hand voll knallroten Chilis – der Einkaufskorb füllt sich langsam und ich freue mich jetzt schon auf die bunte Gempüsepfanne heute Abend. Doch bevor ich die genießen kann, wartet noch ein weiteres Highlight auf mich: Die richtig schöne Radtour mit BALU zurück nach Oberbrügge. So macht Einkaufen nicht nur Sinn, sondern einfach wahnsinnig viel Spaß!

Danke Lisa und Gesa, dass ihr mir euren Gemüsegarten gezeigt habt!

Einkaufstour von Halver nach Stöcken

Willst du diese Tour nachfahren? Nichts leichter als das, wenn du komoot nutzt. Hier zeigen wir dir die kurze Route von Halver zur Gemüsegärtnerei Stöcken, Stöcken 1 in 58553 Halver.

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